Bei ihrem dritten Album ?Be My Reactor? ? das am 10. März 2023 auf V2 Records erscheint ? wagtsich die Amsterdamer Alt-Pop-Formation EUT lyrisch und klanglich in neue Tiefen vor. Die Bandwurde während der Corona-Pandemie gegründet: plötzlich gab es keine anstehenden Dinge mehr, aufdie man sich freuen konnte ? die Sängerin und Songwriterin Megan de Klerk konzentrierte sich alsonoch mehr als vorher auf ihren innersten Zirkel.?Be My Reactor ist das erste selbstproduzierte Album von EUT: befreit von Terminen und demTourleben konnte sich die Band noch mehr ins Experimentieren stürzen: klanglich erinnert einen dasAlbum mehr an die Dämmerung als an die zuvor oft besungenen sommerlichen, hellen Tage.Innerhalb der düsteren Themen des Albums schimmert aber auch die angeborene Freude daran durch,den Sound der Band neu zu erfinden. Gitarrist/Produzent Emiel de Nennie erzählt: Wir haben allemöglichen Synthesizer gekauft und versucht, mir beizubringen, wie man Songs auf eine andere Artschreibt. Deshalb klingt diese Platte auch so anders, weil wir von all diesen neuen Instrumentengefesselt waren. Megan und ich haben die Vorarbeit zu Hause geleistet und mit der Band in unseremProberaum aufgenommen, anstatt ein teures Studio und einen Produzenten zu engagieren. Da EUTdie Aufnahmen selbst in die Hand nahm, beauftragten sie Adam ´Atom´ Greenspan (Yeah Yeah Yeahs,Arcade Fire, Bloc Party) mit dem zusätzlichen Abmischen, um den einzigartigen Sound des Albumszu erschaffen.Diese neue, studioorientierte Dynamik unterstreicht, worum es bei ?Be My Reactor? geht: sich tieferauf den Akt des Zuhörens einzulassen, sich zu unterhalten und zu reifen, während gleichzeitig dieserschwer fassbare Funke an Energie heraufbeschwört wird, der die fünf unterschiedlichen Individuen alsBand verbindet. Seit ihrem Debüt ?Fool For The Vibes? hatten EUT immer ein Händchen dafür, flottePop-Ohrwürmer zu kreieren. Alle Beteiligten haben unterschiedliche Einflüsse, sodass ihre Songs eineinzigartiges Patchwork bilden, das schwungvolle Melodien mit seltsamen Empfindungen aufpeppt.Ähnlich wie zum Beispiel Blur, Phoenix oder Beck bietet die Musik von EUT eine farbenfroheHingabe an die Irrungen und Wirrungen des Lebens.Auf früheren Platten wollten wir unsere Probleme lyrisch und musikalisch wegtanzen und mitenergiegeladenen Songs feiern. Aber während des Schreibprozesses von ?Be My Reactor? gab es eineMenge emotional schwerer Momente, die in einem Song untergebracht werden mussten und es nichtverdient hatten, in den Hintergrund gedrängt zu werden.Phasen der Depression, Trennungen und engere Freunde mit Selbstmordgedanken; das sind Themen,mit denen sich Megan textlich auseinanderzusetzen versucht. Auf dieser Platte haben wir uns diesenThemen ohne Angst gestellt und sie konfrontiert, und dabei haben wir versucht, für uns selbst Tabuszu brechen. Das erforderte in der Tat eine starke innere Entschlossenheit, aber EUT sind auf ?Be MyReactor? nicht weniger verrückt und schreiben weiterhin mühelos klingende Pop-Perlen. Immer nochein Garant für gute Vibes, nur mit einem schwereren Herzen und ein bisschen mehr Lebenserfahrung.EUT sind: Megan de Klerk, Emiel de Nennie, Tessa Raadman, David Hoogerheide, Juen Schütt