WICHTIGER HINWEIS:Bitte Informieren Sie sich kurzfristig über unsere geltenden Hygienebestimmungen, da es immer wieder zu Änderungen kommen kann. Die aktuellen Regeln finden Sie hier: https://www.ufafabrik.de/de/19429/hygieneregeln-im-veranstaltungsbetrieb.htmlEs ist quasi unmöglich, ihn nicht spontan zu mögen, wie er da in seinem hellgrauen Anzug auf derBühne steht und aus seinem Leben plaudert. Mit seinem speziellen Humor, der ihn gleichermaßen liebevoll wie amüsiert auf seine zahlreichen seltsamen Angewohnheiten blicken lässt, hat er sich längst einen festen Platz auf den Bühnen der Hauptstadt erspielt. Man kennt ihn, obwohl er zu den Jüngsten im Berliner Comedy-Underground zählt: Ivan Thieme. Nun präsentiert er mit Fühl ichsein erstes, abendfüllendes Solo.Am liebsten erzählt er in seinen Jokes aus seinem Alltag – und wirkt dabei gern mal etwasunbeholfen oder sogar ein bisschen verlegen. Allerdings trügt der Schein. Zumindest ein bisschen.Denn Ivan hat nicht nur eine ganz eigene Sicht auf die Welt, sondern hat es auch faustdick hinterden Ohren. Als scharfsinniger Beobachter trifft er mit seinen selbstironischen Schilderungen, dieoft unerwartete, Wendungen nehmen, regelmäßig ins Schwarze: Ob sprachliche Hürden,hoffnungslose Tinder-Experimente oder peinliche Begegnungen in der Eisdiele, die Auswirkungenvon Corona auf Beziehungen und Dating, das Leben in der Großstadt oder dieErziehungsmethoden der ukrainischen Mutter – Ivan vermag allem und jedem mindestens einehervorragende Pointe abzugewinnen. Seine Betrachtungen sind einerseits sehr subjektiv, abergleichzeitig so universell, dass man sich fast schon zwangsläufig in ihnen wiederfindet und deshalb nicht über, sondern mit ihm lachen kann.Vielleicht ist Ivan (noch) zu jung, um sarkastisch oder zynisch zu sein. Wahrscheinlicher istallerdings, dass es ihm einfach nicht liegt. Er spottet. Leidenschaftlich. Aber er verhöhnt nicht. Wieer sich selber und die Szenen, in denen er sich wiederfindet, wahrnimmt, ist irgendwie sanft. Undzugetan. Deshalb kann es auch vorkommen, dass Ivan auf der Bühne genauso lachen muss, wiesein Publikum im Saal. Und das amüsiert sich garantiert – auf eine ganz besondere, da herrlichleichte und unbeschwerte Art.Foto: Philipp Gaiko